Diagnostik in unserer HNO Praxis

Schnarchen & Schlafapnoe

Schnarchen und Schlafapnoe (Längere Atemaussetzer während des Schlafs) sind nicht nur lästige Begleiterscheinungen der nächtlichen Ruhephase sondern schlicht gefährlich für Ihre Gesundheit.

Endoskopie

Die Spiegelung der oberen Atem- und Speisewege nimmt in der HNO-Heilkunde einen wichtigen Stellenwert ein. Krankhafte Veränderungen der Schleimhäute wie Entzündungen, Tumorbildung, Engstellen etc. können mit starren oder flexiblen endoskopischen Verfahren festgestellt und untersucht werden. Als spezielle Untersuchungsmethode steht die Videoendoskopie zur Verfügung. Diese Endoskopie wird vor jedem Schlafscreening durchgeführt

Schlaflabor

Schnarchen ist ein Störfaktor, der jedem bekannt ist. Seit längerem ist im Zusammenhang mit starkem Schnarchen bekannt, dass dabei Atemaussetzer während des Schlafes zu einer teils beträchtlichen Minderversorgung des Organismus mit Sauerstoff führen können (sog. Schlaf-Apnoe-Syndrom, SAS). Das beinhaltet ein Risiko für die Entwicklung von Bluthochdruck. Das Auftreten von Herzinfarkt und Schlaganfall ist wissenschaftlich belegt. Die Feststellung eines SAS mit anschließender, dem Schweregrad angepasster Therapie, spielt daher heute eine wesentliche Rolle im Rahmen der allgemeinen Präventivmedizin.

Unsere Abteilung verfügt über moderne Schlaflabor-Diagnostikplätze (24 Stunden Diagnostik) zur Beurteilung von schlafbezogenen Störungen der Atmung (sog. Polysomnographie). Nach einer ersten, ambulanten Screening-Untersuchung (über eine Nacht im heimischen Umfeld), wird abhängig vom Untersuchungsergebnis das weitere Vorgehen geplant:

Bei Schnarchen ohne krankhafte Anzahl von Atemaussetzern und damit keiner Bedrohung durch o.g. Folgeerkrankungen wird eine adäquate, schnarch-mindernde Intervention vorgeschlagen.

Besteht jedoch Anhalt für das Vorliegen eines SAS, schließt sich eine Polysomnographie über 2 Nächte in unserem Schlaflabor an. Das Hauptaugenmerk bei der Auswertung liegt auf der Erkennung eines sog. obstruktiven SAS (OSAS), dessen Ursachen im oberen „HNO-Anteil“ der Atemwege liegen.

Für geringgradige Fälle eines OSAS bieten wir alle gängigen, HNO-heilkundlichen Therapieoptionen an (z.B. UPPP, LAUP, RAUP, Nasenseptumplastik, Nasenmuschelreduktion).
Bei höhergradigem OSAS ist die individuelle Anpassung einer Atemmaske über der Nase (nasale CPAP-Maske) angebracht, die während des Schlafens getragen wird. Diese schient durch einen Überdruck, der für jeden Patienten individuell von uns eingestellt wird, die oberen Atemwege und verhindert damit deren Kollaps.